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| Rocklands! Bouldern! |
Datum: Dienstag, 30. Juni 2009
Die Rocklands
Nach einem hochmotivierten Start in den "Fields of Joy", einem kleinen Gebiet hier direkt am Campingplatz und einem sehr gepumpten Abgang im Flash Go von "Dirty Lies", fb7b am letzten, leichten Zug gings am nächsten Tag weiter. Während Tom, Vera und Flo unseren Mietwagen in Clanwilliam, der nächsten Stadt, zurückgeben wollten und noch einige Dinge im Internet abklären wollten zogen Stefan und Ich zur "Roadside" Area, dem nächsten von etwa 25+ Gebieten hier. Kaum aufgewärmt und motiviert richtig zuzupacken kam aber dann leider der Tom angerannt:
"The Rhino", fb7b+
Schon bevor wir in die Rocklands gekommen sind hatte ich mir eine kleine ToDo Liste zusammengestellt. Die zwei wichtigsten Boulder darauf waren "The Rhino", fb7b+, ein 5m langer, genialer, waagrecher Bug und "Gliding through the Waves like Dolphins", fb8a+ ein spassig aussehendes Bewegungsproblem etwa 10 Minuten von meinem Zelt entfernt. Drum gings auch noch vor Ende der ersten Woche auf Rhinojagd. Erfolg hatte jedoch nur Tom, mich hat das Rhino am letzten Zug gerade noch so abwimmeln können und Vera lag der Boulder nicht so recht.
"Let it Die", fb6c, Plateau Boulders Etwa zwei Wochen nach uns kam schließlich auch James mit einem großen geliehenen Campervan auf den Campingplatz. Ihn hatte ich das erste mal in Castle Hill getroffen und hab dann eine Woche lang in seiner Boulderhalle in Sydney gewohnt. Zusammen mit ihm und seinen 500 Euro Mountainbike-Akkuscheinwerfern
Keine Durchfahrt ;-)
Stefan am Topgriff von "Constant Gardener", fb7b, 8 Day's of Rain-Area
Ende Juni trifft ein haufen starker Ami's ein, wie z.B. Kevin Jorgeson, Chuck Fryberger (Von ihm ist das Klettervideo "Pure"), Cody Roth, etc. mit denen ich an einem ihrer ersten Tage mit zu einem etwa 30 Minuten von der Straße entfernten einzelnen Block marschiere. Dort ist die Megalinie schlechthin, eine senkrechte, 5 Meter hohe Gridstone-Kante, vor ein paar Jahren von Bernd Zangerl erstbegangen auf den Namen "Basic Instinct" getauft, mit dem Grad fb8a+ bewertet und seither nicht wiederholt. Unter Kameraüberwachung von Chuck (x-fache HD Auflösung, grobe 20kg Gewicht) probieren wir den Boulder bis sich Kevin schließlich die erste Wiederholung des Boulders sichern kann. Etwas später gelingt es mir schließlich den Cruxzug deutlich zu entschärfen und am letzten Zug des Boulders, einen weiten Schnapper an die Oberkante des Boulders abzufliegen. Nachdem auch Cody zweimal ganz knapp am letzten Zug abfliegt sind wir schließlich Platt und der Meinung das Boulder sich eher wie fb7c+ oder fb8a anfühlt, also durchaus noch in meinem Leistungsrahmen und somit unfinished business ...
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| Afrika! Safari! |
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Datum: Dienstag, 02. Juni 2009
Mittlerweile sind wir bereits seit etwas mehr als einem Monat in Afrika. Schade eigentlich, dass das Visa nur noch zwei Monate gilt.
Nachdem wir am 24. Mai in Johannesburg gelandet sind sind wir wie geplant im Hostel auf den Florian Schiffer, unseren neuen Reisegefährten aus Rosenheim, gestoßen.
Trotz eines nicht gerade erholsamen Fluges ging es dann direkt erstmal in einen lokalen Pub auf ein paar Biers und ein paar Runen Billiard.
Schließlich gönnten wir uns allerdings doch etwas Schlaf, bevor wir uns am nächsten Morgen unsere zwei Autos abholten, den kleinen roten 1er Golf (Jups, der wird hier in Süd-Afrika noch produziert) den wir uns via Buy-Back-Garantie gekauft hatten und einen gemieteten Toyota Avanza, in ein einzelnes Auto hätte unser Gepäck niemals hineingepasst.
Krüger Nationalpark
Unser erstes Ziel war der Krüger Nationalpark, grobe 5 Stunden Autofahrt in ziemlich genau die entgegengesetzte Richtung wie unseres Primärziel, die Rocklands in der nähe von Capetown.
Im Krüger Nationalpark darf man selbst im Auto herrumfahren, und all die Freilaufenden Giraffen, Zebras, Elefanten, Nashörnern, Sprinböcken, Leoparden, usw. aus nächster Nähe betrachten. Von den berühmtesten Big Five (Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard) hat es mit den letzten beiden leider nicht mehr hingehauen, dafür hat es von all den anderen Arten nur so gewimmelt.
Nach etwa 8 Stunden im Park hatten wir genug, weiter gings ins Swasiland, dem kleinsten Königreich Afrikas. Auf dem Weg ging es voll durch die Pampa: Lehmhütten, Savanne, massig Fußballspielende Kinder, ...
Stefan beim Versuch einer Erstbegehung im Swasiland Nach dem Grenzübergang fanden wir relativ schnell eine gemütliche Lodge für die Nacht. Als Begrüßung bekam der Tom gleichmal vom Hauszebra einen kräftigen Tritt in den Hintern, sehr zur amüsierung der Anderen.
Am nächsten Tag gings auf Empfehlung der Swasis in den Nationalpark "Mallalotja", es hieß, dort würden Zebras und Springböcke frei umherlaufen, gesehen haben wir jedoch keine. Dafür war die Landschaft dort super und es gab auch ein paar Blöcke zum bouldern.
Am nächsten Tag ging es dann weiter, quer durchs etwa 200km lange Swasiland hindurch, immer weiter Südlich bis nach Port Shepstone, etwas südlich von Durban.
Nach einer weiteren langen Billiardnacht in einer netten Surfer-Lodge ging es weiter nach Port St. Johns wo wir uns für einen Pokerabend in der "Amapondo"-Lodge einnisteten und wieder erwarten auf ein bekanntes Gesicht stießen: Die Anne aus'm Räumle zusammen mit ihren Eltern am reisen.
Der Strand bei Port Shepstone
Am nächsten Tag stand Dirtroad auf dem Programm, 125km bis zum unbekannten, aber supercoolen "Mtonga"-Strand. Leider kam der erste Stopp allerdings schon nach etwa 10km, unser Toyota hatte einen geplatzten Reifen, natürlich der einzigst nicht versicherte Teil des Autos ...
Trotz allem kamen wir am Nachmittag an besagtem Strand an und die Entscheidung viel recht schnell, hier im Freien zu übernachten und uns auf den nächsten Fahrtag einzustellen. Grobe 10 Stunden Autofahrt waren es am nächsten Tag dann bis nach Port Elizabeth was nun nicht mehr weit entfernt von unseren nächsten geplanten Zwischenstopps, dem höchsten Bungijump der Welt und dem Klettergebiet Oudtshoorn ist. Der 216m hohe Bungijump war mir mit grob 65 Euro deutlich
zu teuer und im Nachhinein haben sowohl Tom als auch Stefan gemeint, dass sie ihn sich aufregender vorgestellt haben. Hab ich also nichts verpasst :)
Der einsame Strand Mtonga Die Autobahnen in Afrika werden übrigens alle auch als Gehwege benutzt, ständig sieht man Leute am Straßenrand umherlaufen, oder es steht plötzlich eine Kuh auf der Straße. Je näher man nach Capetown kommt desto öfter stößt man auch auf ganze Herden von Baboons (Affen) die am Straßenrand abchillen und auf das absolute Highlight trafen wir kurz vor der Ankunft in Oudtshoorn: Auf einen Schlag steht ein Dromedar im Scheinwerferlicht. Offensichtlich hat sich einer der Farmer hier eine Herde Dromedare angelegt und lässt Touristen darauf herumreiten. Der Tom musste das natürlich gleich ausprobieren und hat sich gleich bei tiefster Nacht auf ein direkt am Zaun stehendes Dromedar draufgesetzt. Allerdings nur für etwa eine Viertelsekunde, dann gab es einen tiefes Brummen von sich und der Tom hat das weite gesucht.
Tom in "Short Circuit", 8a+, Oudtshoorn Oudtshoorn ist wohl das einzigste und beste Kalksteingebiet in ganz Süd-Afrika mit fetten Sintern und relativ Hautunfreundlich. Stefan konnte dort den Klassiker "Short Circuit", 8a+ (~ UIAA 10-) im zweiten Versuch klettern und am nächsten Tags ging es an die letzte Etappe: 6 Stunden bis nach Capetown und nochmals 3,5 Stunden bis in die Rocklands! JIPPPIE!!
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| Schön war's in den Grampians |
Datum: Montag, 25. Mai 2009
Mein Projekt aus dem letzten Bericht ist sofort am nächsten Morgen gefallen: "Dead can't Dance", meine erste V11 bzw. fb8a.
Den Toten tanzen beizubringen hat meinen Evolv Kletterschuhen ordentlich was abverlangt, der rechte Schuh hat nun vom vielen Hooken ein Loch in der Ferse, durch das man hindurchschauen kann und der linke Schuh ein fettes Loch am großen Zeh. Aber was soll's, bouldern hat eben seinen Preis :)
Nachdem wir nun alle zusammen zumindest eine Teambegehung vom "Wheel of Live", V16 (~ fb 8c+) haben, dass sich immerhin aus zwei V9 (~ fb 7c) Boulder, einer V11 und einer V12 (~ fb 8a+) zusammensetzt, konnten wir uns alle hochmotiviert unserer übriggebliebenen Zeit in den Grampians widmen. Stefan gelang in der Zwischenzeit mit einer schnellen Begehung von "Cave Bitch" seine zweite V12 außerdem gab es nun außer "Dead can't Dance" quasi keine fb8a mehr die ihm nicht gelang.
Einer der nächsten Ruhetage wurde für einen Tagestrip in die Arapalies eingeplant.
Ein bisschen Fels-Sight-Seeing: Die berühmte Wolfgang Güllich Route "Punks in the Gym", 8b+ (~ UIAA 10+) betrachten und the Trad-Klassiker "Kachoong", 6b (~ UIAA 7) klettern und am nächsten Tag wieder hochmotiviert in die Grampians.
Tom im Trad-Classic "Kachoong", 6b, Arapalies Anstatt danach aber mit Tom, Stefan und Vera für vier Tage in den südlichen Part der Grampians zu pilgern um dort an der berühmten Gallery Routen zu klettern widmete ich meine kostbare Zeit lieber weiterhin dem Bouldern in der Hollow Mountain Cave und so viel mir gleich am nächsten Tag mit "American Pie", V11 meine zweite fb8a zum Opfer. Um ein weiteres Projekt erleichtert widmete ich mich den restlichen Tag einem neuen, kleinen Felsriegel, etwas oberhalb der Hollow Mountain Cave. Nach starkem Stahlbürsteneinsatz gelangen mir dort die Erstbegehung von "Scared Monsters", V6 (~fb 7a+) einer recht exponierten und fürchtigen Highballkante nach dessen Erstbegehung mein Spotter Dave sich erstmal ausruhen musste ;). Weiterhin gelang mir noch die Erstbegehung von "The Devil's Counsselor", V8 (~ fb 7b+) einem genialen, fünf Sterne, Sloper Boulder.
Ich bei der Erstbegehung von "The Devils Counselor", V8 (~ fb 7b+) Ziemlich merkwürdig, dass bisher noch niemand diesen kleinen, aber lohnenden Sektor entdeckt und erschlossen hatte. Zusätzlich sind dort nochmals zwei sehr gute Linien: Eine etwa 7m lange Leistenrail, grob geschätzt zwischen V9 und V12 (~ fb 7c - fb 8a+) und die beste Linie überhaupte, der Highballdynoplatte dem der Name "Desperados" perfekt stehen würde. Grobe 5 Meter leichtes Leistengeballere, dann von einem Henkel etwa 1,5 Meter weit in ein gutes, slopriges Loch blocken und von dort zusammen mit einem weiteren, schlechten, sloprigen Loch gute 2 Meter weit Schräg nach oben in einen Henkel Springen.
Man hat zwar eine komplett Ebene Landefläche, aber aufgrund der Dynostarthöhe von 6,5 Metern und der Tatsache, dass es vom Fels bis zu Kante mit 50 Höhenmetern bis zur Epsilon Wall keine 8 Meter sind ist es nicht so einfach einen klaren Kopf zum Losspringen zu bewahren.
Die Züge in die zwei Dynostartgriffe waren dennoch schnell gemacht, bis dorthin ist der Boulder so etwa V7 (~ fb 7b) aber der Dyno selbst ist leider ziemlich weit.
Ich musste also mit meinem Seil wiederkommen, denn jedesmal eine fb7b zu klettern um sich dann in 6,5 Metern Höhe doch nicht so richtig zu trauen ins Nirvana zu springen ist auch nicht so ganz Sinn der Sache. Vorallem sind die Chancen nicht gering bei einem Fehlsprung die komplette, ziemlich raue Platte hinabzuschaben und sich alle Körperteile aufzureisen :).
Im Seil hängend konnte ich dann die richtigen Tritte ausfindig machen und den Dyno probieren. In meinem besten Versuch gelang es mir schließlich immerhin den Henkel mit den Fingerspitzen zu berühren, aber höher kam ich nicht mehr.
Nun steht "Desperados" also als offenes Projekt in den Grampians rum, ziemlich Größenabhängig, bei meiner Größe wohl so um die fb7c+ oder fb8a und wartet auf einen Erstbegeher. Unser Australischer Kumpel Dave ist auch schon ganz Begiehrig darauf aus sicherer Entfernung Bilder zu knipsen, ohne Spotten zu müssen, für ein Fotoshooting haben uns leider sowohl die Zeit und die Pads gefehlt ;-).
Allmählich ging es nähmlich auf die letzten Tage in den Grampians zu und wie so oft ist die Liste offener Projekte noch relativ lang. Dementsprechend strich ich meinen letzten Ruhetag kurzerhand und war die letzten vier Tage am durchbouldern. Mir gelang "Flash Gordon", V8 (~ fb 7b+), dass ich ein paar Tage zuvor locker bis zum vorletzten Zug geflasht hatte und dann ums erbrechen keine Chance mehr hatte den zweiten Zug hinzubekommen und Dave der seine fette HD Kamera und nen selbst gebauten Kamerakran dabei hatte filmte mich und Stefan nochmals in "American Pie", V11.
Stefan im Durchstieg von "American Pie", V11 (~ fb 8a) Unser letzter Tag war dann der Sending Day schlechthin. Stefan konnte noch "Snooky Badlands", V11 abhaken, Vera gelang "Strammer Max" dass sie knallhart von V9 (~ fb 7c) auf V8 (~ fb 7b+) abwertete und mir gelang mit "Cave Man", V10 (~ fb 7c+), "Happy Camper", V8; "Butt Gravity", V7; "Butthole Surfer", V9 und eine Boulderstraße von fb7b bis fb7c+ und damit all meine offen gebliebenen Projekte.
Nach einer Abschiedsgrillparty in Eric's Haus in Horsham zogen wir am nächsten Tag über die berühmte Garden Route mit den zwölf Aposteln nach Melbourne, wo wir bereits von James Kassey und seinen Eltern einen Übernachtungsplatz und eine Fahrt zum Flughafen angeboten bekommen hatten.
Und nachdem wir unser Auto am letzten Tag endlich zu einem akzeptablen Preis verkaufen konnten konnten wir uns schließlich in den Flieger nach Süd Afrika setzen, dem Land der Giraffen, Elephanten, Löwen, anderen wilden Tieren und sauvielen Bouldern.
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| Neues aus den Grampians |
Datum: Montag, 04. Mai 2009
Seit der Verabschiedung von Chris ging es bei uns wieder heiß her: Greg wurde ebenfalls verabschiedet, Wallabies wurden geärgert, Fotos gemacht und natürlich haben wir alle hart gesendet:
Stefan und Tom gelang ihre erste fb 8A+, Vera bouldert eine fb 7B+ nach der anderen und Ich konnte ein paar weitere fb 7C Boulder und eine fb 7C+ klettern.
Doch von vorne:
Nach dem Chris nach Melbourne abgezogen ist, ging es zusammen mit Greg und Eric erstmal in einen neuen Bouldersektor, den Kindergarten mit drei Ultraclassikern wie den "Gripmaster", V10 (~ fb 7c+), "Spanking the Monkey Bars", V8 (~ fb 7b+) und "The Nevin Rule", V7 (~ fb 7b). Nach einer anstrengenden Session im Gripmaster gelangen gelangen uns schließlich beinahe alle Einzelzüge bevor die Sonne in den Boulder kam und uns um die Ecke zu den anderen Bouldern verschwinden ließ. Nachdem ich den Flash in "The Nevin Rule", V7 knapp versaut habe und es im zweiten Versuch abhaken konnte ging es allmählich ziemlich entkräftet an "Spanking the Monkey Bars", V8, bei dem nur noch die Einzelzüge fielen. Da uns dieser Sektor aber so gut gefiehl wurde gleich der Tag nach dem nächsten Ruhetag für eine weitere Runde im Kindergarten eingeplant.
Tom in "Spanking the Monkey Bars", V8 (~ fb 7b+)
Gesagt getan, drei Tage späten waren wir zurück, diesmal zusammen mit Tom, Vera und Stefan.
Nachdem ich die Züge weiter eingeschliffen hatte und mir der Ausstiegsmantle schließlich als erstem gelungen ist gelang es Stefan dem starken Hund den kompletten Boulder als erster zu bewältigen. Uns anderen war an diesem Tag leider kein Erfolg mehr vergönnt, der "Gripmaster" saugt einen ganz schön aus und im laufe der Zeit kommt die Sonne auch immer näher. Also hieß es wieder um die Ecke verschwinden in den noch schattigen Bereich des Kindergartens.
Dank einer durch Stefan gestarteten Erkältungswelle hatte ich bereits den ganzen Tag über mit nervigen Kopfweh zu kämpfen, was die Anzahl meiner Versuche im "Spanking the Monkey Bars", V8 deutlich erhöhte, dennoch gewann ich letztenendes den Kampf gegen die Schwerkraft. Auch Tom, Greg und Stefan sicherten sich eine Begehung, letzterer völlig relaxt im Flash. Eric hingegen konnte ums erbrechen keine gute Variante für den letzten, für ihn sauweiten, Zug rausfinden und musste schließlich aufgeben und auch Vera fehlte nicht mehr viel für den Durchstieg bevor der Tag zuende war. Drum wurde wiedermals eingeplant in drei Tagen, also nach dem nächsten Ruhetag zurückzukommen.
In der Zwischenzeit konnte Stefan noch "Butthole Surfer", V10 (~ fb 7c+) und mit "Viva la Resistance", einer Kombination von "Body Eater", V8 (~ fb 7b+) und "Ogre Thumb", V9 (~ fb 7c), seine erste V11 (~ fb 8a) am gleichen Tag abhaken und er und Tom hatten sich als Ziel gesetzt Chris' gerissenes Ringband zu rächen in dem sie den Verursacherboulder "Sleepy Hollow", V12 (~ fb 8a+) bezwingen.
Tom in "Sleepy Hollow", V12 (~ fb 8a+)
Dann kam der große Sending Day, der 19. April: Stefan gelang eine Onsight Begehung der berühmten Route "Serpentime", 8a (~ 9+/10-), Vera konnte quasi zum aufwärmen mit "Spanking the Monkey Bars" ihre erste V8 (~ fb 7b+) klettern und mir gelang der "Gripmaster", V10 (~ fb 7c+) (VIDEO) im ersten Versuch des Tages.
Auch an den Ruhetagen war wieder Action angesagt: Zusammen mit Tom ging es auf Wallabie-Foto-Jagd, ein paar Bilder findet ihr in der Gallerie und eines Tages gelang mir ein genialer Wallabie-Kreisel. Nachdem ich gerüchteweiße von Moritz, der vor zwei Jahren zusammen mit Jochen am Reisen war, gehört hatte, dass sich die Wallabies herrlich ärgern lassen, wenn man sie am Schwanz packt und sie vergeblich versuchen wegzuspringen musste ich das natürlich auch ausprobieren.
Beim ersten Versuch ließ ich das Wallabie nach zwei vergeblichen Sprüngen lieber wieder los, bevor es sich noch plötzlich umdreht und mich niederboxt, aber das zweite, das mir deutlich weniger kräftig erschien konnte mir keine Angst mehr einjagen. Während den 15x die es versuchte von mir Wegzuspringen, ohne zu realisieren, dass da irgendwas nicht stimmt, hat es sich dreimal komplett im Kreis um mich gedreht, leider hatte der Eric gerade keine Kamera zur Hand. :-(
So sieht ein Wallaby aus ;-)
Ansonsten wurde auch weiterhin hart gebouldert: Vera gelangen noch Begehungen der "Happy Camper Traverse", V8 (~ fb 7b+) und von "Rota-Loo", V8 in den Ground Control Caves, Stefan konnte mit "Who's a Naughty Boy", 32 seine erste 8b+ (10+) Route klettern und schließlich mit "Sleepy Hollow", V12 seinen ersten fb 8a+ Boulder bezwingen. Tom gelang "Serpentime", 8a (~ 9+/10-) im zweiten Versuch und mit "Dead Heat" eine weite V11 (~ fb 8a) sowie ebenfalls "Sleepy Hollow", auch für ihn der erste Boulder in dem Grad, wohlbemerkt 15 Minuten vor Stefan!
Mir selbst fielen noch "Krusty", V9 (~ fb 7c) zum Opfer, für das ich eine abgefahrene Spezialbeta rausfinden musste, da der erste, verdammt leichte Schulterzug mir jedesmal voll in die Schulter reingefahren ist, wohl noch Nachwirkungen meiner Schulterverletzung im Sprung von "Midnight Lightning", V8 (~ fb 7b+) im Yosemite Valley, USA. Anstatt gemütlich auf Schulter rauszufassen und dann dazuzufallen durfte ich einen genialen Doppeldyno vom Startgriff an eine sloprige Untergriffrail machen bevor es dann allmählich an die eigentliche Crux des Boulders ging.
Ich in "Krusty", V9 (~ fb 7c)
Die restlichen Tage war ich vollkommen mit "Dead can't Dance", V11 (~ fb 8a), dem Ausstiegsboulder des "Wheel of Life", beschäftigt, der hoffentlich die nächsten Tage fallen wird. Langsam wirds mal Zeit für meinen ersten 8a Boulder!
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